HM Erhardt

Jahresausstellung 2014
Krieg und Frieden
27. April bis 31. Mai 2014

 

Ich bin Künstler genauer: Maler. Man hat mich zur Teilnahme an dieser Ausstellung aufgefordert.
Als Maler kann ich nichts dazu beisteuern. Als Kriegskind (* 1935) sehr wohl.
 
Kriege spielen sich nicht auf der kulturellen Ebene der bildenden Kunst ab. Kriege werden um Macht und Gewinn geführt. Sie sind durch das destruktiv Abseitige im Menschen motiviert.

Man muss sauber voneinander unterscheiden: Die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema ist eine Obliegenheit des lntellekts, der sich im Wort artikuliert. Auch die Darstellende Kunst, also Film und Theater, stehen dieser Aufgabe nicht mittellos gegenüber.
Die Malerei jedoch ist per se eine Wortfreie Kunst. Wenn dies nicht respektiert wird. entgleitet sie in Illustration, Agitation, Propaganda, was bedeutet: Sie erfüllt damit einen Zweck, fügt sich in einen Dienst. Mag dies in der Vergangenheit als gesellschaftliche Forderung hinnehmbar gewesen sein, ist in der Gegenwart diese Rolle durch die Selbstverständlichkeit der Fotografie und ihrer Derivate obsolet. Die Malerei darf, nein, sie muss dezidiert für sich selbst stehen. Also doch: I'art pour l'art?

 
Hans Martin Erhardt
1935 geboren in Emmendingen (Breisgau).
1954 Studium an der Kunstakademie in bis  Karlsruhe bei Prof. Wilhelm Schnarrenberger
1961 und HAP Grieshaber. Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, als solcher
1959 Studienaufenthalt in Paris, Eheschließung mit Margot Clouth.
1964 Begegnung mit Samuel Beckett.
1965 V. Biennale des Jeunes, Paris.
1968 Stipendiat der Bundesregierung in der Cité Internationale des Arts in Paris.
1970 Lehrauftrag an der Kunstakademie in Stuttgart.
1973 Hans-Thoma-Preis, Staatspreis des Landes Baden-Württemberg.
1978 Bilderzyklus "Topographie eines Schweigens" fur die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe.
1980 Berufung an die Universität Karlsruhe (TH) als Leiter des Instituts für Bildende Künste.
2001 Ende dieser Lehrtätigkeit.
 

Hans Martin Erhardt stellte vielfach in der Bundesrepublik Deutschland und anderen Ländern aus.
Er schuf Bühnenbilder und Arbeiten für öffentliche Bauten. Zahlreiche Bilder sind in öffentlichem Besitz.
Er ist Mitglied des Künstlerbundes Baden-Württemberg, der Internationalen Vereinigung der
Holzschneider XYLON. Drei Jahrzehnte war er Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.
Er lebt und arbeitet in Emmendingen
 
 
Curriculum vitae
 
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    Gschafft hab i
    einewäg.

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